Wildbienen - kleine Lebensräume schaffen

Die Wildbiene besummt mit über 550 unterschiedlichen Arten ganz Deutschland. Dabei besitzt die Wildbiene, wie die übliche Honigbiene, unersetzbare Aufgaben für die Erhaltung der Natur, der Landwirtschaft und der Ernährung.

Jedoch nimmt die Artenvielfalt der Biene und deren Gesamtheit stetig ab. Schuldtragend sind hierbei zum einen, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommenden Düngemittel und Pestizide. Außerdem fehlen den Bienen Wildblumen und Hecken, die aufgrund von Landwirtschaft und der wenig bepflanzten Städte, nur noch gering Platz zum wachsen finden. Dadurch müssen die Bienen zur Nahrungssuche in den sub-urbanen Raum ausweichen, wodurch sich auch ihre Flugstrecke erhöht.

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Wildbiene zu unterstützen.

Was kann man zum Schutz der Biene tun?

Die Wildbiene benötigt drei wichtige Faktoren in unmittelbarer Nähe. Dazu zählen die Nahrung, der Nistplatz und naturbelassenes Material zum Bauen.

Wildbienen werden durch den Duft der Blütenpflanzen angelockt und ernähren sich von deren Pollen und Nektar. Eine Umgebung aus abwechslungsreichen und naturbelassenen Blumenwiesen, Sträuchern und Hecken tut ihnen gut und kann bereits ganz einfach in unseren eigenen Gärten Platz finden.

Um den eigenen Garten oder Balkon für die Wildbienen nahrhaft zu gestalten, sollte aus einer Vielfalt von einheimischen und bienenfreundlichen Blumen gewählt werden, da sich nicht jede Blume zur Nahrung eignet.

Definitiv erfreulich für jede Biene: Lavendel, Sonnenblumen, Margeriten und Löwenmaul.

Kein Garten? Das sind die Alternativen:

Selbst bei nur wenig Platz bietet sich sehr gut ein Bienen- und Insektenhotel an, das entweder als kleiner Nistplatz genutzt werden kann oder für die kalten Monate zur Überwinterung und bei Unwetter einen Unterschlupf bietet.

Damit sich die Wildbiene ein eigenes Lager bauen kann, können kleine Asthaufen, natürliche Bodenflächen oder auch Flächen aus Sand unterstützend sein. Eine Trockenmauer kann auch als Lebensraum oder kurze Unterkunft dienen, wenn es mal regnen sollte.

 

Von Michelle Gallinari

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“The single biggest threat to our planet is the destruction of habitat and along the way loss of precious wildlife. We need to reach a balance where people, habitat, and wildlife can co-exist – if we don’t everyone loses … one day.” 

— Steve Irwin