Die "kleine" Gefahr: Mikroplastik

Die Umwelt ist einer Vielzahl von Gefahren und Verschmutzungen ausgesetzt. Ein völlig aus dem Ruder geratenes Problem ist hier die Verunreinigung der Meere durch Plastikabfall. Dabei sind vor allem sehr kleine Plastikpartikel – sogenanntes Mikroplastik – sehr gefährlich. Je kleiner das Plastik, desto größer ist die Anzahl der betroffenen Tiere, die es mit der Nahrung aufnehmen.

Was ist überhaupt Mikroplastik?

Es wird zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik unterschieden. Als primäres Mikroplastik werden Partikel bezeichnet, die bereits zu Beginn kleiner als fünf Millimeter sind. Oft zu finden in Kosmetikprodukten mit enthaltenem partikulärem Kunststoff. Doch auch flüssige Kunststoffe werden beispielsweise als Trübungs- oder Bindemittel eingesetzt. Das sogenannte sekundäre Mikroplastik entsteht beim Zerfall größerer Plastikteile durch Wellenbewegung und Sonneneinstrahlung.

Kein Ort ist sicher vor der Verschmutzung

Der Kunststoff ist in vielen Formen und Farben auf der Welt vorhanden und selbst am tiefsten Punkt der Weltmeere – dem Marianengraben – wurde Mitte dieses Jahres eine Plastiktüte gefunden. Ein Beweis dafür, dass auch die entlegensten Orte der Welt nicht sicher vor der anhaltenden Verschmutzung der Menschen sind.

Verheerende Auswirkungen für Mensch und Tier

Das spiegelt sich auch in der Tierwelt wider. So wurde Mikroplastik auch in Kleinstlebewesen (Zooplankton), Muscheln, Würmern, Fischen und Seevögeln gefunden. Zudem schwimmt leichtes Mikroplastik oftmals an der Meeresoberfläche und wird hier von eben jenen Lebewesen aufgenommen, die eine wichtige Nahrungsquelle für Fische darstellen. Von Fischen und Muscheln ernähren sich wiederum Meeressäuger, Vögel – und wir Menschen.

Darüber hinaus ist nicht nur das Plastik selbst eine große Gefahr für unsere Umwelt. Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften des Plastiks, ist die Schadstoffkonzentration an diesen Stoffen bis zu 100-mal höher als im Meerwasser. So nehmen Tiere, die Mikroplastik zu sich nehmen, gleichzeitig eine hohe Dosis Schadstoffe auf.

Wo ist Mikroplastik drin?

Ob aber in Produkten Mikroplastik verwendet wurde, ist leider oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen. So besteht bei Kosmetikprodukten zwar eine Ausweispflicht von Plastik. Die Angaben werden allerdings meistens hinter komplizierten Fachbegriffen verborgen. Bei enthaltenem „Polyethylen“ (PE), „Polypropylen“ (PP), „Polyamid“ (PA) oder Polyethylenterephthalat“ (PET) ist Mikroplastik enthalten.

Empfohlen ist aber auf alle Produkte mit den folgenden Inhaltsstoffen zu verzichten:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylenterephthalate (PET)
  • Polypropylene (PP)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)

 

Bei uns kannst du natürlich bedenkenlos zugreifen, denn wir achten besonders darauf, dass alle unsere angebotenen Produkte kein schädliches Mikroplastik enthalten und plastikarm bzw. plastikfrei verpackt sind.

 

Von Christian Anton

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“The single biggest threat to our planet is the destruction of habitat and along the way loss of precious wildlife. We need to reach a balance where people, habitat, and wildlife can co-exist – if we don’t everyone loses … one day.” 

— Steve Irwin