Das Wunder-Wildkraut: Brennnessel

Die bereits im Mittelalter vielfältig eingesetzte Brennnessel ist erst in den letzten Jahren wieder in den Fokus gerückt. Dabei zählt sie zu den ältesten Heilkräutern, die es gibt.

Ihren Namen verdient sie sich, indem sie bei jeglichem Kontakt ihrer Blätter eine brennende Reaktion auf den menschlichen Körper verursacht. Der brennende Schmerz hält für ungefähr eine halbe Stunde an und wird durch kleine Nesselhaare ausgelöst, die im Hohlkegel mit Ameisensäure befüllt sind. Diese schmerzende Eigenschaft ist eine Schutzreaktion der Pflanze gegen Angreifer, ist aber dennoch nicht gefährlich, sondern besitzt im Nachhinein einen wohltuenden Effekt.

Was macht das Kraut zu einem Heilkraut?

Heutzutage wird die Brennnessel in zahlreichen Gebieten eingesetzt - von Haarausfall bis hin zur Vorbeugung von Blasen- und Nierensteinen.

Die Brennnessel zeigt, wie wissenschaftlich bestätigt wurde, eine positive Entwicklung auf Athrose, Athritis, sowie entzündliche Darmerkrankungen. Zudem besitzt das Heilkraut eine stimulierende Wirkung auf das Immunsystem, was vor allem hilfreich ist in Zeiten einer hohen Ansteckgefahr, da die körpereigene Abwehrkraft gestärkt wird. Eine weitere Wirksamkeit der Brennnessel ist, dass sie ein noch besserer Eisenlieferant ist als bspw. Rindfleisch oder Spinat und soll dabei helfen, die Durchblutung anzuregen sowie einen blutdrucksenkenden Effekt zu erzielen.  Selbst bei rheumatischen Beschwerden und entzündlichen Gelenkerkrankungen, finden die Brennnessel immer häufiger Ihre Anwendung.

Der Allrounder im Garten

Aber auch Gartenbesitzer können das Kraut wirksam einsetzen. Als Sud aufgekocht oder als Brennnesseljauche, dient die Brennnessel als Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse und als Pflanzendünger äußerst hilfreich.

Das Kraut verliert bei Verarbeitung ihre brennende Wirkung, sodass man sie zudem unbedenklich in Smoothies und Suppen verarbeiten kann oder als Gemüse aufgekocht essen kann.

 

Von Michelle Gallinari

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