Der Rohstoff Bambus

Was macht Bambus so besonders?

Bambus scheint als Rohstoff immer wichtiger zu werden. Warum? Weil es kaum eine Pflanze gibt mit der man so viel anstellen kann, ohne den Bestand zu schmälern.

Nachhaltige Produktionen von täglichen Gebrauchsgegenständen (wie Geschirr, Besteck, Zahnbürsten, oder sogar Möbel und Böden für das Wohnzimmer) sind durch dieses Wunderkind der Natur garantiert, denn Bambus ist die am schnellsten wachsende Pflanze der Erde.

Wo kommt es her?

Die Bambuspflanze ist ein Gras, welches in tropischen Gebieten rund um den Äquator wächst. Das Gras reicht von ein Paar Zentimetern bis hin zu 40 Metern hohen Halmen. Dadurch, dass viele Bambusarten bis zu einem Meter pro Tag wachsen können, ist es möglich schon nach drei bis fünf Jahren zu ernten. 


Anders als bei einem Baum verfügt Bambus über großflächige Wurzelsysteme, aus denen immer neue Pflanzen heraussprießen können und die dazu beitragen die Bodenabtragung zu verringern. Somit ist es also möglich die Pflanze am Leben zu erhalten, obwohl der Halm schon gefällt wurde. Diese Eigenschaft ermöglicht es dem Bambus bis zu viermal mehr CO2 zu binden als Bäume.

Das sind die Möglichkeiten

Gerne wird Bambus als Plastikersatz-Produkt verwendet. Das hat nicht nur den Vorteil, dass weniger Plastik in den Meeren, der Umwelt oder gar in unseren Körpern landet, denn die Gewinnung von Bambus ist auch weniger riskant als die Gewinnung von Erdöl, welches für die Plastikproduktion verwendet wird. 
Jetzt ist noch die Frage zu klären wie fair denn Bambus eigentlich ist. Ein Großteil der hierzulande verkauften Produkte kommt aus China. Dort gibt es zur Zeit, im Gegensatz zur industriellen Massenproduktion von anderen Agrarprodukten wie Baumwolle oder Kaffee, viele kleine Plantagen die Bambus abwerfen. Meist ernten die Bauern den Bambus selbst und dieser wird dann abgeholt und weiterverarbeitet. Da diese Pflanze sehr robust ist kann in den meisten Fällen auf Düngemittel, Pestizide und künstliche Bewässerungsmethoden verzichtet werden, was die Auswirkungen auf die Umwelt vergleichsweise gering hält und eine weniger belastende Arbeit für die Bauern bedeutet.
 
Von Simon Eli

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“The single biggest threat to our planet is the destruction of habitat and along the way loss of precious wildlife. We need to reach a balance where people, habitat, and wildlife can co-exist – if we don’t everyone loses … one day.” 

— Steve Irwin